Selbstporträt

Wer reicht mir da noch seine Hand...
Wenn Abends im Traum die Schatten tanzen
Am See, beim Spiel der schlafenden Pflanzen,
Dann Lieg ich, die Hand zum Himmel gewandt.

Ich halte ein Häufchen Sand von mir,
Der langsam zum Boden hinunter rieselt.
Und hinter mir einer, der vor sich hin fiedelt,
Und doch spür ich seinen Atem nicht hier.

Dann greift eine kalte Hand nach der Schulter,
Ein Berieseln des blaubraunen Flusses strömt
Sogleich in mir, das Thema ertönt,
Das c-h-c-a, das spielt er mir munter.

Und ich weine den traurigen Fluss in mir aus,
Ich stehe alleine auf schwarzer Heide,
Sehe nur die rotbrennende Weide,
Die mir gleich, weinend das Rot von sich raunt.

Der eine, der hinter mir noch steht,
Er atmet nun ein letztes Mal aus,
Einen kalten, müden, alten Hauch,
Der mit den Tönen um mich schwebt.

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