Der größte der Teufel ist Amor, der Bub, In stillen Nächten flüstert er uns Von süßen Welten und großem Glück, Wie Medikamente will er uns dienen. Ein Narr, der seiner Lüge noch glaubt, Welch Gift, oh Amor, gibst du uns? Mit welcher List verführst du uns? Welch Spiel treibst du mit uns'ren Seelen? Es heißt, so sagen sie, deine Jünger, Zwei Pfeile, geschmiedet aus Leidenschaft, Je einer einem Geliebten gewidmet, Schießt du, du gütiger Gott hinab. Die Wahrheit ist, ihr wisst es wohl, Ein einz'ger Pfeil trifft stets sein Ziel Und Amor lacht der Tat noch nach: Schon wieder einem Leid geschafft. Denn Amor kennt gar keine Liebe, Der Dämon kennt nur Leib und Leid Und knirrscht schon hungrig aus der Hölle, Wo er auf seinem Throne sitzt. Wie viele Seelen liegen da Dem König flehend zu Boden, Er möge erbarmen kennen und heilen Sein Gift, dass er uns allen gab. Ich selbst, der dies nun niederschreibt, Ich warne euch, die ihr das Lest: Kein Glück, kein Frieden erwartet euch, Ihr seid erk...