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Es werden Posts vom April, 2024 angezeigt.

Geheilt

Es legt sich der Schmerz, Da ich weiß, dass das Gift Des geflügelten Teufels Ein Ende fand. Ich bin wieder frei, Wie nach langer Krankheit Erwachte ich sehnend Auf die weitere Zeit. Der Schatten ist fort, Er wich dem Licht, Dass vom Himmel herab Meine Seele berührte. Wie schön es ist, Ich habs vergessen, Das große Weite, Die Ewigkeit.

Früher Spaziergang

Weit bin ich schon gelaufen heute früh Und kam vorbei an einer friedlichen Welt, Die Blumen waren noch halb trunken vom Schlaf, Da regten sich die Bläter schon zur Sonne hin. An Flüssen, durch Straßen, bei mildem Sonnenschein, Ging ich und sah die Natur so langsam erwachen Und sah wie der Morgen mit Lyra den Tag begrüßte Und immer mehr egriff meine Seele die Schönheit Und lege sich tief in die Arme der Ewigkeit, Dann kam, ich war schon weit hinaus gelaufen, Ein Tor von Pflanzen umarmt und lud mich ein Hindurch zu gehen, hinein die weite Fremde.

Ich säß bei einem Felsen

Ich säß bei einem Felsen selig, Das Wasser flöss so friedlich dahin, Die Vögel sängen über mir ewig Und ich irrte nicht länger, ich fände mein'n Sinn. An jeder Blume röch ich die Schönheit, Mit jedem Blicke säh ich weit und breit Die Zufriedenheit und genöß den Moment Und hielt umschlungen, was ich hier fänd. Kein einz'ger Gedanke irrte fern, Ich säße einfach nur am Stein, Schaute hoch zum hellsten Stern Und fühlte mich plötzlich wieder so klein. Ein kalter Hauch umflöge mich leicht, Er flüsterte mir ein Gedicht hinein Von einem mir so fernen Sein Und seicht umhüllt er mich, der mich zerreißt. Ich säß im Paradies am Fluss, Da träumte ich von Schmerz und Leid, Von toten Rosen und wäre bereit, Dass mich der Schatten umschlingt zu Schluss.

Ad Amor

Dem Leben im Traum erscheint der geflügelte Dämon, Legt den Pfeil auf seinen Bogen und zielt In die Herzen seiner Opfer, mitten ins Herz, Tief in die weite leere Wüstenwelt.

Der kleine Teufel

Der größte der Teufel ist Amor, der Bub, In stillen Nächten flüstert er uns Von süßen Welten und großem Glück, Wie Medikamente will er uns dienen. Ein Narr, der seiner Lüge noch glaubt, Welch Gift, oh Amor, gibst du uns? Mit welcher List verführst du uns? Welch Spiel treibst du mit uns'ren Seelen? Es heißt, so sagen sie, deine Jünger, Zwei Pfeile, geschmiedet aus Leidenschaft, Je einer einem Geliebten gewidmet, Schießt du, du gütiger Gott hinab. Die Wahrheit ist, ihr wisst es wohl, Ein einz'ger Pfeil trifft stets sein Ziel Und Amor lacht der Tat noch nach: Schon wieder einem Leid geschafft. Denn Amor kennt gar keine Liebe, Der Dämon kennt nur Leib und Leid Und knirrscht schon hungrig aus der Hölle, Wo er auf seinem Throne sitzt. Wie viele Seelen liegen da Dem König flehend zu Boden, Er möge erbarmen kennen und heilen Sein Gift, dass er uns allen gab. Ich selbst, der dies nun niederschreibt, Ich warne euch, die ihr das Lest: Kein Glück, kein Frieden erwartet euch,  Ihr seid erk...

Ein heimlicher Garten

Vier hohe Mauern zäunen den Garten, Nur Spitzen ragen hin und wieder Hervor, als würde was großes dort warten. Da meine ich, ich hörte Lieder, Die einsam, leise dem Abend lauschen Und sich an der Natur berauschen, Dann heimlich, so wie ich, beginnen Sie die Leier zu zupfen und seelig zu singen.