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Es werden Posts vom Juli, 2023 angezeigt.

Das Lächeln

Ein kleines süßes lächeln dringt In meine Seele tief hinein, Mein ganzer Körper bebt und singt Und wäscht mich vom Verdrusse rein.

Schlaf

Schlaf ruhig Welt, Hab keine Sorgen, Denn wenn du fällst, Bist du bei mir Geborgen - Hier.

Wer im Himmel hörte...

Wer im Himmel hörte noch meinen Gesang, Welche Ohren können meinen Liedern noch Lauschen und wer denn wagte dann nicht zu weinen? Wie kann ich noch Worte finden von der Schönheit, Von der Rose, die nach wie vor dort blüht Obwohl dort Menschen wieder zur Erde wurden? Herr, ich verspüre Scham vor deiner Ewigkeit, denn Welcher Baum hat je die andern geschändet, Welcher Vögel zwitscherte je den Hass? Wie dunkel muss unsere Seele wirklich sein, Dass wir zu solchen Dingen fähig sind? Wozu besitzen wir einen Teil von dir? Es gilt doch: Auge um Auge, Zahn um Zahn, Und dennoch Leben wir, töten wir, hassen wir immer noch... Unsere Zeit ist längst gekommen, Herr. Wir konnten nicht lernen aus der himmlischen Vernunft! Wir leben noch, die Blätter wehen noch, Der Himmel regnet noch, als war nie etwas. Und ich soll einfach so immer weiter dichten, Als wäre nie was gewesen, nie was geschehen, Als wären die Bäume, der Boden keine Zeugen? Ist das die Strafe, die du uns hast gegeben, Herr? Das Leben dana...

Klage Lied

Ich sah das tiefe Schwarz, Aus dem die Kälte kam, Die wie ein böser Satz Mir überkam im Wahn. Die fliegenden Dämonen, Stechen auf mich ein, Ihr düster böses Höhnen Gleicht mir dem schändlich Sein. Welch Leben, welche Freude Kann so sich Leben lassen? Ich bin der Ratten Beute, Ein Opfer ihres Hassens. Der hohe Himmel scheint Bedrohlich wie im Tod. Die Welt erstrahlt in Rot Um mich, der sterbend weint.

Kain

Wer war der Mensch, der allererst Den Bruder hat erschlagen? - Kain! Es war im Jahre längst schon Herbst, Da schlug er mit der Axt ins Bein, Dann immer weiter hoch zum Hirn, Bis hoch hinauf zu Gotts Gestirn'n.

Die Schöpfung

Was ist schon Sinn von alledem, Von einem Sein voll Leid und Schmerz, Von Elend und dem Tod im Herz? Ich bitte Herr, du musst vergeben: Denn einst da hatt' ich solch Gedanken, Da kannt' ich deine Schöpfung nicht, Ich sah sie nicht in deinem Licht, Nun kenn ich sie und hab zu Danken! Die Bäume grün, die Blumen bunt, Gewässer treiben ihre Spiele. Ein jeder sich bei dir gefiele, So wär er nur mit dir im Bund. Die Schöpfung strahlt so wunderschön Von tiefen auf in alle Höhn!

Der Apfel

Wie war es als der Mensch dem Baum entnahm Den roten Samen menschlicher Begierde, Den Apfel - jener reizend schöne Wahn, Dem den Mensch'n nichts anderes als Bürde.   Wie viele sind ihm schon anheimgefallen, Dem Trieb des tiefsten Traumes aller Seelen, Der sich versteckt im Schatten hoher Hallen, So schön dort wie die funkelenden Juwelen.   Wer ist schon seiner Macht zugrund' gegangen? Wie viele hat es alle Freud geraubt? Und wer war denn dann nicht sich selbst gefangen? Ich war einst auch naiv und hab geglaubt, Du wärst mir nichts als nur ein roter Apfel, Ich bin dann tief gestürzt ins Dunkel-Hell.

Streitgespräch

Selene:   Wer hebt den Pathos nicht auf mich, oh Armor, Wenn stille Nächte ihre Liebe schützt, Wenn Sie die Nacht sich lieben, noch bevor Der deine Wahnsinn beide wieder stürzt.   Wem ist die Nacht denn nicht die Ruh vorm Tag, Die Pause eh das deine Spiel erneut  Ansetzt und wer der doch so friedlich lag, Der war in seinem Sein denn nicht erfreut? Amor: Selene Liebste, ist es nicht denn deine Nacht, Die Furchtbar ihnen scheint und auch verhindert, Dass ihre Liebe offen lieben kann? Und welchen Nutzen hättest du gedacht, Dass deine Nacht noch hat, wo ich gemindert Nicht einen ziehen kann in deinen Bann?