Der Apfel

Wie war es als der Mensch dem Baum entnahm
Den roten Samen menschlicher Begierde,
Den Apfel - jener reizend schöne Wahn,
Dem den Mensch'n nichts anderes als Bürde.
 
Wie viele sind ihm schon anheimgefallen,
Dem Trieb des tiefsten Traumes aller Seelen,
Der sich versteckt im Schatten hoher Hallen,
So schön dort wie die funkelenden Juwelen.
 
Wer ist schon seiner Macht zugrund' gegangen?
Wie viele hat es alle Freud geraubt?
Und wer war denn dann nicht sich selbst gefangen?

Ich war einst auch naiv und hab geglaubt,
Du wärst mir nichts als nur ein roter Apfel,
Ich bin dann tief gestürzt ins Dunkel-Hell.

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