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Es werden Posts vom Dezember, 2025 angezeigt.

Sanité

(Eine surrealistische Episode) Es sind fast Fesseln die mich binden An mein schneeweiß Dornenbett. Um mich da könnt ihr tausend finden, Als da wimmelt es mich weg. Nur ab und an geb ich ein Laut ab, Huste leise, atme doch. Ich läg nicht, wär ich der, der aufgab. Nein, denk ich, ich bleibe noch. Die Hallen sind wie Säulentore, Schaut hindurch und findet nichts. Der Weißmann hustet die zur Pforte, Lässt die gehen, Freiheit gibt's. Und ich? Ich bleibe. Liege noch im Bette, Schau hinaus, verwundert Blick, Ob er mich wohl auch fliehen hätte, Was, ach, soll's, ich gehe nicht.

Kleiner Spaziergang

 ~ eine romantische Ballade ~   War's Tag, war's Nacht am Himmel schon, Da mich die Wanderlust empfing, Da mir das Leiden ward geflohn Und ich dann meines Weges ging.   Erst kam am Weg ein Vöglein näh'r, Es flog zu mir, es sang für mich: "Du großer Mensch von Ferne her, So gehe fort, verlauf dich nicht." Er hob sich an und flog empor Und ließ mich meines Weges ziehn. Dann kam ein Fluss ganz sanf hervor Und ließ sich mir zum Baden dien'n.   Es war die Sonn' nun über mir, Dass sich ein alter Baume naht Und mir die Blätter gab zur Zier. Da war mir wohl durch seine Tat.   Das Blatt wurd gelb, der Himmel rot, Die Sonne schwand, der Schatten stieg Und in mir stieg die bitt're Not, Ich hob die Stirn, ach, Welt vergib.    Der dichte Wald so Nahe war, Die Krähen krächzten zu mir her, Ich war der Schatten mir gewahr, Dem kalten, grauen Schreckensheer.   Dort eine Hand, sie suchte mich, Sie griff nach mir und tränkte sich An meiner Angst, so wuchs sie an Und...