I Ach, wär das Schreiben uns nur etwas heilig, Uns Dichtern wäre dann so viel gewonnen! Ich wüsste dann, der Herr, der Hirte weiht mich Und gäbe mir das Wort, dass er ersonnen. Von jeder Ecke strömten die Gedanken, Umschwebten uns wie Federn fallend seicht. Das Dichten wäre uns dann gar so leicht, Dass ich ihm wollte heiter betend danken! Ach gäb es da im Himmel nur nen Gott, Der meiner Klage sich bemächt'gen kann Und auch in dunkler Stunde um uns schmiegt. Ein ewig tröstender Gedanke. Spott den Mördern Gotts, durch welche er verschwand Und seh ich noch wie letztes Licht verfliegt. II Wo bist du, wenn du nicht bei mir bist? Was denkst du dann, oh welch Gedanken Verlassen dich, spürst du mich schwanken In Angst, dass du mich wieder vergisst? Auf fernem Felsen sehne ich, Die Wellen peitschen, Winde wehen Und ich, ich rufe schmerzend dich, Ach, kannst du mich noch überhaupt sehen? Ich dachte, seh ich dich nur immer, Dann heilt sich von allein der Riss, Der tief in meinem Herzen zerr...