Traumwanderung
Froh und munter schenkt die Sonne Meinem armen, müden Herzen Wohl ersehnte, schöne Wonne. So nun schweif ich frei von Schmerzen. Wilde Flüsse spiegeln Lüfte, Fließen Wolken gleich in Seen, Fließen, stürmen tief in Klüfte Fliegend, singend Lüfte wehen. Und dort einsam Rosen blühn, Blühn mit Schmerzensvollen Dornen. Nichts kann gleichsam schöner glühn. Liebe mögt ihr anzuspornen! Lange wandert meine Seele, Still und dunkel wird die Welt. Sehnsucht schnürt mir zu die Kehle, Während Mond die Welt verstellt. Fisch entstellt das Wasser mir, Fledermäuse kreischen nieder. Einsam sehn ich mich nach dir! Schmerzen wieder, immer wieder! Leise, lauter, schreiend bellen Wölfe knurrend mir entgegen. Schlangen bilden giftge Wellen. Schweigend spottend, Spinnen regen. Rosens Dornen stechen mich! Tief ich fall in Molochs Schlunde! Ehrlich liebt ich armer dich, Führtest du mich nur zugrunde!