Zwanzig frühe Epigramme
Epigramm I
Markus, du fühlst dich mächtig mit deinem nackendem Akte!
Mia, du kluge, auch du witterst mit Bildern dich mächtig!
Wer ist nun mächtiger? Markus, der Reibende? Mia, die Nackte?
Wichsend freut sich zutiefst Heinrich, der dritte im Bund.
Wichsend freut sich zutiefst Heinrich, der dritte im Bund.
Epigramm II
Keinen Kontakt besitzt du zu deiner geschiedenen Tochter.
Traurig, dass sie nichts von all deinen Affären was weiß.
Traurig, dass sie nichts von all deinen Affären was weiß.
Epigramm III
Gestern hast du zuletzt gesoffen, Heinrich. Warum nur?
War es, weil du dich selbst nüchtern kaum aushalten kannst?
Epigramm IV
Was für Zeiten! Was für Sitten! - Ruft ihr da immer.
Immer nur: Doppelmoral. Immer nur völkische Art.
Immer nur: Doppelmoral. Immer nur völkische Art.
Euch erzähle ich, liebe Freunde, das Wahrste des Wahren:
Vierfache Moral besitzt, Diener des Volkes, ihr schon.
Vierfache Moral besitzt, Diener des Volkes, ihr schon.
Epigramm V
Immer zu prahlst du Fortuner, viele Amouren zu ficken,
Glücklich bist du nicht. Sage, warum denn nun nicht?
Glücklich bist du nicht. Sage, warum denn nun nicht?
Einer mit vielen Affären sollte doch glücklicher Leben.
Fickst du keine mehr Mark, weil du nur sammeln sie willst?
Epigramm VI
Neulich las ich auf einem Grabe folgende Worte:
"Friedlich ruhet Christin' - Viele betrauern den Tod.
"Friedlich ruhet Christin' - Viele betrauern den Tod.
Früher vermählte ich hübsche Frau mich reichen vergreisten,
Dadurch wurde ich reich. Zeiten zunehmend unschön
Dadurch wurde ich reich. Zeiten zunehmend unschön
Fickte ich junge Burschen, die mich für die Münzen nur fickten."
Dachte beim Lesen ich mir: Ehrliche Worte, Christin'.
Epigramm VII
Neulich befragte mich Marcus Valerius: Warum ich dichte?
Selber dichtet er auch. Folgendes sagte ich ihm:
Weder für Liebe noch für natürliche Wunder begann ich
Weder für Liebe noch für natürliche Wunder begann ich
Künstler zu werden, der Grund: Zwecks des erhaltenen Ruhms.
Epigramm VIII
Neulich sagtest du, Mark, im Gespräch die folgenden Wörter:
"Lange machen wir dies: Ließen das Deutschsein zurück!
Frohsinn und Stolz verspüre ich in unseren eigenen Wäldern.
Wonne durchströmet Herz, Seele und unser Gefühl.
Unsere Kultur ist geprägt von famosen Autoren wie Goethe.
"Lange machen wir dies: Ließen das Deutschsein zurück!
Frohsinn und Stolz verspüre ich in unseren eigenen Wäldern.
Wonne durchströmet Herz, Seele und unser Gefühl.
Unsere Kultur ist geprägt von famosen Autoren wie Goethe.
Darum denke ich nicht über vergangene Schuld
Während der Nazijahre, die diese dort haben begangen."
Immer sprichst du so, Mark. Prägt die Geschichte nun uns?
Während der Nazijahre, die diese dort haben begangen."
Immer sprichst du so, Mark. Prägt die Geschichte nun uns?
Epigramm IX
Wahre Größen der Dichtung beschreiben ewiges immer.
Liebe, Tod, Natur... Solcherlei Dinge beschreiben
Diese Meisterwerke, weshalb wir sie immer noch kennen.
Lieber jedoch, Tibull, dichte ich über Leid.
Epigramm X
Oben [im Himmel] da fliegte die liebste der Tauben zu allen.
Liebste der Tauben, nun ruh' friedlich im menschlichen Grab.
Epigramm XI
Gegen den Staat und die seinen Lakaien, mutiger, kämpfst du.
Schlaf? den kennst du nicht! Bernd, ich bewundere dich!
Schön zu sehen, dass unsere Werte von dir noch verteidigt
Werden, vor allem für dich. Toll, was auf Twitter du machst!
Epigramm XII
Viele Freunde besitzt du im Internet, Mir nicht bekannter.
Schreibst was vielen gefällt, Fotos und Texte von dir.
Viele von dir wissen diese, wie echte Bekannte.
Niemals bist du allein -. Sagtest du früher und jetzt.
Könnte es anders denn sein, da viele ihm immer was senden?
Freunde besitzt er viel. Keiner davon ist real.
Epigramm XIII
Neulich sah ich folgendes dort im Theater da drüben:
Anfangs ein kleines Kind. Großes das sollte er tun.
Anfangs ein kleines Kind. Großes das sollte er tun.
In der Schule da ist er der beste, beliebteste Schüler.
Keine Zeit für Geliebt'. Dirnen die müssen dann her.
Reichtum, das kommt von harter Arbeit und niedrigem Lohn.
Weise, so nennen sie dich, weise, gerecht und ein Mann.
Kluge Sprüche gibt er Politikern, die ihn verdienen.
Niemals holt ihn der Tod! Gestern da holt' ihn der Tod.
Epigramm XIV
Schuld ist mal wieder der Staat, der nichts zu machen gedachte.
Falsch! denn eines nur stimmt: Schuldig sind wir nur allein.
Epigramm XV
Einmal gab es so einen Mann, bekannt hier als Gerhard.
Links und als Demokrat startete deine Geschicht'.
Später warst du dann unser starker Lenker und Macho.
Arbeiter wählten uns einst. Aber du nanntest sie Prolet.
Stoppte eigentlich Willys Uhr in den Händen von Dir noch?
Gerhard bitte sag: Hast du das rote gelesen?
Gerhard, einst, so hoffe ich immer noch, hattest du Werte.
Gerhard, einst, so hoffe ich immer noch, hattest du Werte.
Wo sind diese nur hin? Hat auch sie Putin gekauft?
Epigramm XVI
Markus für Gleichberechtigung setzt du dich immer sehr stark ein.
Frauen ziehen sich aus. Männer ziehen sich aus.
Epigramm XVII
"Hör mal, ich stehe nicht auf jedes Frauengebilde.
Meine soll haben Gesicht, Rosen und Lilien gleich.
Aphrodisierenden Duft, den soll sie haben für mich nur.
Großen und runden Arsch. Schöne und blühende Brust.
Alle Nächte von neuem soll sie mich nur beglücken.
Hab ich was vergessen?" - Nur dein'n humanen Dämon.
Epigramm XVIII
Alles bezweifelst du, Friedrich. Selbst der Logik entfernst du
Alle Erkenntnis, wodurch? Hast du nicht Logik benutzt?
Epigramm XIX
Markus, du wolltest hoch hinaus und mimtest den Guten.
Viele kannten dich. Viele verehrten auch dich.
Wolltest das Leben besser machen, so sagtest du immer.
Hoch bist du geflogen. Ikarus ebenfalls flog.
Epigramm XX
"Zwanzig dieser Gedichte, beendet er dieses hier niemals?"
Lieber Leser hör: Niemals auch endet das Leid.
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