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Muttertagsgedichte

 Die lykischen Bauern  (ad Mater 'Dies)   In hoffnungsloser, abendlicher, Röte Flohen Lato samt Kindern in dunkelster Nöte, Vor eifersüchtigen Blicken der großen Hera, Abseits gar der schützenden Bona Dea.   Dürstend, dem Tode nahe, in schwärzester Stund Erreichte die sakrische Mutter den lykischen Schlund Und Hoffnung dürchstößte die ärmlichen Seelen, Als in ferne ein See vermocht zu füllen die Kehlen. "Oh ihr freundlichen Hirten, helfet uns flehenden Wesen. Nur vom Gewässer lasst uns trinkend Genesen." Doch die Bauern erfreute Latonas schreckliches Elend. Quabbelnd, quasi quickend, quakten sie quälend. Wo noch einst die Männer standen, lagen nun Unken. Leto verfluchte die Rüpel mit letztem Funken, Mit stetig schwindender Kraft, dem Gewässer so dicht, Siegte die Mutter bei morgendlichem Licht.     Es blüht die grüne Heide ad meum matrum   Es blüht auf einer grünen Heide Von Rosen bis zu einer Weide Alles prächtig, heiter, schön Durch wohlige Strahlen ...