Nebellandschaft

Die schwarzrotgelbe Fahne weht
Weit über all den Dächern müd,
Ein Hauch, der durch die Felder geht,
Ist alt und still ist sein Gemüt.
 
Der Nübel trübt das große Land,
Kein Wand'rer singt sein frohes Lied.
Die bunte Blühte lang schon schwand
Und auch der Herbst im sterben liegt.
 
Das Gelb verblasst zu kaltem weiß,
Mir ist so fremd, ich bin allein,
Ein Niemandsland, sagt niemand leis'
Und keine Kirche klingt, kein Schrein.
 
Und wie der Hauch sich weiter hebt
Zum hohen Himmel hoch hinauf,
Der alte Greis sich schlafen legt,
Erlischt die Sicht im trüben Hauch.

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