Das Phantom der Nacht
Die Straßen riechen vertraut nach dem Tod
Und das düst're, die Nacht, ertränkt den Mond,
"Er ist gekommen, auf Blut fuhr sein Boot,
Der Schatten trägt seinen brennenden Thron."
"Er ist gekommen, auf Blut fuhr sein Boot,
Der Schatten trägt seinen brennenden Thron."
Ein Hauch umweht den weißen Wind
Und weicht der Kälte der Todgeweihten.
Und weicht der Kälte der Todgeweihten.
Welch Schreck, da Ratten nagen am Kind
Und blutrot scheint das Kreuz zu Zeiten.
Sie opfert sich, sie gibt ihr Blut,
Das Reine, der Nacht, des Todes Brut.
Ein Engel weint, sein Gewand - getränkt
Ein Engel weint, sein Gewand - getränkt
In dickem Rot - hat ihn längst erhängt.
Da lacht Nosferatu dem Licht ins Gesicht,
Da sich seine Fänge an goldenem Fleisch
Verbeißen und kommen soll sein Reich,
Sein Wille geschehe, sein Wort sei Gericht.
Wie viele Tränen flossen doch,
Da all den Tapf'ren vernebelt der Mut
Und Ratten, Pest und Schatten noch
Sich nährten an der Jungfern Blut.
Dann, hört nur, das Krähen des Hans erklingt,
Kichernd wie Kinder. Nach langer Krankheit
Erwacht der Tag, der das Licht wieder bringt,
Kichernd wie Kinder. Nach langer Krankheit
Erwacht der Tag, der das Licht wieder bringt,
Doch Schmerz bleibt, ach, ihr, deren Opfer Dank sei.
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