Im Schlaf

Es düstert schon, die Nacht beginnt,
Ein jeder setzt zum Träumen an.
Die Welt verblasst, das Sein verrinnt
Und zischt zum Märchenwald heran.

Dort brummen Bäume tief entspannt,
Dort singen Vögel alte Sagen,
Dort rauscht recht wild der Wind durchs Land
Und dort die Seelen sich behagen.

In diesem Wald da liebt es sich,
So manch verboten Kuss entwich
Und kühne Recken triumphieren
Bei heitren großen Ehrturnieren. 

Doch tief im Wald, so singet man,
Dort wo der Nebel dicht und düst,
Wo jede Freude leer und wüst,
Dort herrscht der triebhafte böse Wahn.

Ein Schatten jenes frohen Treibens,
Der wie ein Parasit am Leiben
Sich alles ... düster strahlt das Sein
Sehr matt in jenen fernen Hain.

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